Blog unverpackt

Hier lest ihr Spannendes aus der Welt von Fürst unverpackt, findet feine Rezepte zum Nachkochen und erhaltet praktische Tipps zum unverpackten Einkaufen.

Es liegt uns am Herzen, Nachhaltigkeit für alle zugänglich zu machen und euch ein nachhaltigeres Konsumverhalten zu ermöglichen. Denn, so ist es doch mit einer nachhaltigen Lebensweise: Sie ist ein kleiner Schritt für den Einzelnen, jedoch ein grosser Schritt für die Umwelt.

Viel Spass beim Lesen!

21.10.2021

Waschen unverpackt: von Waschmitteln, Weichspülern und schneeweissen Handtüchern

Wscheleine.png
Kleidung ist das, was wir beinahe 24 Stunden am Tag an und um uns haben. Wir tragen sie morgens bis abends direkt auf der Haut. Unsere Hosen, Pullis, Shirts und Strümpfe haben einen Einfluss darauf, ob wir uns körperlich wohl und gepflegt oder irgendwie unentspannt fühlen, weil es auf der Haut kratzt, juckt oder piekst. Unsere Kleidung prägt unser Erscheinungsbild, wir wählen unsere Lieblingsfarben und drücken mit Formen und Mustern unseren ganz persönlichen Stil aus. Nicht selten geben wir mit der Kleiderwahl sogar ein politisches Statement ab.

Kurz: Unsere Kleidungsstücke sind alles andere als unwichtig und haben es deshalb verdient, dass wir uns gut um sie kümmern. Kleidung will gepflegt sein. Und hier kommt das Waschmittel ins Spiel. Womit wäschst du deine Wäsche? Wonach wählst du das Waschmittel aus? Nimmst du, was im Supermarkt gerade im Angebot ist? Oder jenes, das am besten riecht? Oder das aus der Werbung?

Was das Waschmittel mit der Umwelt macht

Fakt ist: Die Verwendung von herkömmlichen Waschmitteln verursacht jede Menge Abfall. Sowohl flüssiges als auch pulverförmiges Waschmittel ist zumindest teilweise in Plastik verpackt. Zudem fällt Waschmittel in der Einkaufstasche ziemlich ins Gewicht, eine Flasche mit mehreren Litern ist ganz schön schwer. Sowohl das schwer Schleppen, als auch der Verpackungsabfall lassen sich ganz leicht vermeiden: Wähle für deinen Waschtag ein Waschkonzentrat.
Uni Sapon.jpg
Ein überzeugendes Waschkonzentrat ist jenes von Uni Sapon, das in unverpackt Läden angeboten wird. Bei der ersten Anschaffung kaufst du dir eine Flasche mit Dosierpumpe, welche dir hilft, die richtige Menge Konzentrat in die Schublade deiner Waschmaschine zu geben. Ist das Fläschchen leer, füllst du es im Laden einfach wieder auf. Bis es soweit ist, kann es allerdings schon mal eine Weile dauern: Da es sich um Waschkonzentrat handelt, braucht es je nach Wasserhärte nur wenig davon, um eine ganze Menge Schmutzwäsche sauber zu bekommen.
FU Waschkonzentrat abfullen.png
Den Verpackungsabfall und das Herumtragen von viel Gewicht hätten wir dadurch bereits einmal vermieden. Was aber ist mit der Umweltverträglichkeit von Waschmitteln?

Einige Inhaltsstoffe von Waschmitteln sind tatsächlich nichts für die Umwelt: Tenside, Enzyme und Duftstoffe, wie sie in herkömmlichen Produkten enthalten sind, gehören zu den schädlichsten Stoffen. Sie sind teilweise aus Erdöl hergestellt und bleiben nach dem Waschen in der Umwelt, da sie biologisch nicht abbaubar sind. Tenside und Enzyme gibt es aber auch in umweltverträglicher Ausführung. Du tust der Natur daher einen grossen Gefallen, wenn du darauf achtest, dass du biologisch abbaubares Waschmittel verwendest. Dann bleibt nach dem Waschen auch nichts in der Umwelt zurück.

Weichspüler? Das ist ja eklig!

Wie kann man Weichspüler nicht lieben? Sie geben uns das Gefühl, dass unsere Wäsche sauber ist, da sie so unglaublich gut riecht. Und wie weich die Handtücher sind! Wie im Hotel. Und hier kommen wir schon zu des Pudels Kern: Die Tenside und vor allem die synthetischen Duftstoffe, die in Weichspülern enthalten sind und unsere Wäsche so schön weich und dufte machen, lassen sich schlicht nicht aus dem Abwasser rausfiltern und belasten die Umwelt. Ausserdem lösen Weichspüler gerne mal allergische Reaktionen auf der Haut aus.

Daher danken Umwelt und Haut, wenn wir auf Weichspüler verzichten. Fällt dir schwer? Zugegeben, dafür muss man ein wenig umdenken. Denn für die meisten von uns ist Wäsche dann sauber, wenn sie gut riecht - nach Blumenwiese, Rosengarten oder Bergsee. Das ist aber eine Täuschung, denn auch ein parfümiertes, aber schmutziger Socke riecht (ziemlich) gut. Klar, stinken sollte unsere Wäsche nicht. Aber reicht es nicht, wenn sie einfach sauber ist und nicht mehr müffelt?

Dann gibt es noch einen weiteren Grund, den Weichspüler wegzulassen: Angeblich werden die in Weichspüler enthaltenen kationischen Tenside teilweise aus tierischen Fetten, also aus Schlachtabfällen hergestellt.
Eklig? Allerdings. Darauf kann man doch getrost verzichten.

Handtücher, die hart wie ein Brett sind, möchte aber dennoch niemand. Weiche Wäsche bekommt man auch mit unbedenklichen Hilfsmitteln: Weisser Essig oder Essigessenz machen es möglich. 30ml pro Waschgang, eingefüllt ins Waschmittelfach, reichen da schon aus. Oder du löst zwei Teelöffel Natron oder Soda in 100ml Wasser auf und füllst die Lösung ins Weichspülerfach.
FU Soda.png
Und wenn du dir wünscht, dass deine Wäsche doch ein wenig nach Rosengarten oder Blumenwiese riecht, dann musst du auch darauf nicht verzichten. Beträufle einen Waschlappen mit einem ätherischen Öl deiner Wahl und wasch den Lappen einfach mit. Voilà, Blumenwiese, Rosengarten oder Zitronenbaum. Und die Umwelt dankt.

Weiss, weiss, weiss sind alle meine Handtücher

Auch wer kein 5-Sterne-Hotel führt, mag vielleicht weisse Bettwäsche und Handtücher. Und weiss sollen sie bleiben, auch nach mehrfachem Verwenden und Waschen. Auch da hilft dir Soda: Weiche deine weissen Handtücher in 1-2 Esslöffel Sodapulver und 10 Litern Wasser ein, bevor du sie wäschst. Alternativ legst du die Wäsche in einem Gemisch aus Zitronensaft, lauwarmem Wasser und einem Esslöffel Salz ein. Nach dem Waschen hängst du die guten Stücke nach Möglichkeit und Wetter zum Trocknen nach draussen und die Sonne tut ihren Beitrag zu strahlendem Weiss. 

Jetzt steht gepflegten Kleidern und frischer Wäsche nichts mehr im Weg. Alles, was du für dein ökologisch unbedenkliches Waschen benötigst, kriegst du bei uns im Laden - selbstverständlich unverpackt. Also, leere Gläser einpacken, bei uns abfüllen und loswaschen!
Viel Spass!

Quellen:
https://utopia.de/ratgeber/weichspueler-deshalb-solltest-du-lieber-darauf-verzichten/

https://utopia.de/ratgeber/waescheduft-so-stellst-du-ihn-aus-natuerlichen-zutaten-her/

https://www.stern.de/gesundheit/weichspueler-enthaelt-schlachtabfaelle–darum-raten-experten-davon-ab-8775788.html

https://www.ksta.de/ratgeber/verbraucher/swr-recherchen-belegen-weichspueler-bestehen-zu-grossen-teilen-aus-schlachtabfaellen-32771516?cb=1633351391763

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/alltagsprodukte/23843.html

Text: Lea Cortesi

Admin - 12:12 | Kommentar hinzufügen

Kommentar hinzufügen

Die Felder Name und Kommentar sind Pflichtfelder.

Um automatisierten Spam zu reduzieren, ist diese Funktion mit einem Captcha geschützt.

Dazu müssen Inhalte des Drittanbieters Google geladen und Cookies gespeichert werden.


 
E-Mail
Anruf
Karte